Pro Barhuf - Hufpflege
für das gesunde Pferdefundament

Einblicke in etwas kompliziertere Fälle...

Hufgeschichten und Eindrücke

Pferde mit besonderen Hufstories

Nazirah und die steilen Hufe

Nazirah und die steilen Hufe

Kurzbeschrieb Nazirah hat mir seit ich sie mit 3 Jahren gekauft hatte Kopfschmerzen bereitet. Sie konnte nie richtig gut laufen. Alles wies darauf hin, dass sie eine flachere Stellung bräuchte, doch wenn man sie nur zwei Millimeter runter setzte, bekam sie pulsierende, schmerzende und warme Beine. Hufschutz jeglicher Art haben wir getestet, leider immer mit Colateralschäden... Im Endeffekt war es eine langwierige und intensive Veränderung von Gesundheit, Haltung, Training und Hufbearbeitung, was ihr Abhilfe verschafft hat. Nazirah bleibt immer ein besonderer Fall, aber sie hat mir viel Wissen und Erfahrung beschert. Ein Teil ihrer Geschichte findet ihr auch in meiner Facharbeit über Hufzustände unter Angebot.

Marjal mit dem S-Körper und dem Bockhuf

Marjal mit dem S-Körper und dem Bockhuf

Beschreibung Einst als renomierter Hengst gezüchtet war Marjal als 3-jähriger schon mit Hufeisen ausgestattet. Schnell zeigte sich eine Tendenz zum Bockhuf und es wurde versucht, diesem mit Keilen entgegen zu wirken. Leider befand sich Marjal schon bald über einen längeren Zeitraum auf einer Weide und hat sich eine Fresshaltung angeeignet, die ich so noch nicht gesehen habe. Sein kurzer Hals begünstigt die Fehlhaltung, wobei er das linke Bein beim Grasen fast zwischen die hinteren stellt. Natürlich hat dies Auswirkungen auf seinen ganzen Körper und den Huf - oder anders herum. Marjals Hufe müssen komplett separat voneinander betrachtet werden, da sich beim Bockhuf bereits ein "Umbau" des Knochens eingestellt hat. Damit er schmerzfrei und einigermassen gerade alt werden kann, ist auch mit ihm ein effizientes und schonendes Training angesagt.

Attila - alles auf einmal...

Attila - alles auf einmal...

Kurzbeschreibung Attila lernte ich stocklahm mit Hufgeschwüren an allen 4 Hufen kennen. Es war ein schrecklicher Anblick, wenn er sich bewegen sollte. Bei Atti kamen die Abszesse unten und am Kronrand raus. die halbe Sohle wurde dann in der Tierklinik eröffnet und es zeigte sich ein übles Bild, was nun fast ein Jahr lang brauchte, um wieder rauszuwachsen. In der Klinik haben sie eine Rehe festgestellt und Atti musste ganzheitlich wieder auf Vordermann gebracht werden. Sein Stoffwechsel war ziemlich erschöpft und sein Übergewicht hat ihm noch einen weiteren Stein in den Weg gelegt. Attila bekam viel Betreuung durch eine Tierheilpraktikerin welche den Stoffwechsel wieder in Schwung bringen sollte. Die Besitzerin hat sich intensiv mit Fütterung auseinander gesetzt und Attila hat rasch abgenommen. Langsam kann Attila wieder ins Training und sein Allgemeinzustand hat sich bei jedem Besuch verbessert. Nach gut einem Jahr Bearbeitungsintervall von 3 Wochen, kann Attila wieder richtig gut gehen. Hoffen wir, dass das, was da alles raus musste, jetzt Geschichte ist.

Ari - das lebensfrohe Rehepony

Ari - das lebensfrohe Rehepony

Beschreibung So ein lustiges Pony wie klein Ari hab ich noch selten gesehen. Mit pulsierend-heissen Hufen und eingepackt in Hufverbände hab ich den kleinen kennengelernt. Eine Rehe schmerzt einem schon beim erzählen, aber dieser kleine Mann hat im akuten Schub nur Blödsinn im Kopf und heitert einem grad auf. Aris Hufe müssen von Mal zu Mal individuell auf ihn zugeschnitten bearbeitet werden. Die Zehe kürze ich mit Bedacht, da seine instabilen Seitenwände den Druck nicht gut ertragen. Sein Hufbein möchte auch nicht im Trachtenbereich höher gestellt werden. Bei einem frühen Besuch hab ich seine Trachten sogar etwas eingekürzt, da sie bei zuviel Last nach innen kippen. Ari und seine Besitzerin machen aber richtig Freude, denn es klappt sehr gut mit der Genesung und dazu tragen alle bei. Weiter so kleiner Ari, das schaffen wir!

Tino - Schief ist nur der Vorname

Tino - Schief ist nur der Vorname

Diesen Düllmener durfte ich als erstes in meinen Kundenstamm aufnehmen. Bereits in der Ausbildung hat mir seine Besitzerin Tino anvertraut. Ich war im ersten Moment grad mal ein wenig überfordert. So schiefe Hufe hab ich in der Ausbildung bis dahin noch nicht kennengelernt. Klar, auf den Fotos siehts nicht extrem dramatisch aus, aber wir haben Tinos Hufe fast zwei Jahre lang alle 3 Wochen bearbeitet. Tino benützt quasi nur eine Hufhälfte zum Laufen. Sein gesamtes Gewicht fällt also auf den lateralen Bereich des Hufes. Über Jahre hat sich da eine so stabile Wand gebildet, dass die mediale beinahe funktionslos weghebelt. Inzwischen ist Tino schon ein bisschen in die Jahre gekommen und leidet leider an Arthrose (was m. M. n. eine logische Konsequenz von 20 Jahren Schief-stehen ist). Er darf aber nun einen gemütlichen Ruhestand geniessen. Seine Hufpflege ist wohl für immer in kurzen Abständen zu halten, damit die Gelenke nicht zu extrem verschoben werden.